MEDAILLENFEIER

Olympisches Silber

Was war das für ein Wettkampf? Absolut Top vorbereitet und motiviert bis in die Zehenspitzen ging ich an den Start. Ohne Druck von den Medien, nur mit ganz viel Unterstützung meiner Sponsoren und Freunde! Und dann der Rückschlag in der Qualifikation, wo ich zweimal einen Sturz nur mit Glück verhindern konnte und ich mich nur knapp fürs Finale qualifizierte. Ich nutzte die Streckenbesichtigung vor dem Finale intensiv und passte mich besser an die weicher werdenden Bedingungen an. Das erste Duell gegen den Weltmeister Benjamin Karl ging trotzdem mit 0.59 Sek verloren. Ich zweifelte. Ich wusste, dass ich, wenn ich noch ein Chance haben möchte, vor dem Rücklauf gegen Benjamin meine negativen Gedanken loswerden muss. “Wenn du jetzt gewinnen möchtest dann hol es dir, hol es dir selber! Hoffe nicht auf einen Fehler des Gegners, nimm es selber in die Hand und kämpfe!” Ich schaffte dann vor allem im unteren Teil eine perfekte Fahrt und gewann das Duell noch. Unglaublich. Und danach wurde alles einfacher…

SNOWBOARD

Vielleicht noch ein Wort zu meinen Ambitionen vor den Spielen. In den Medien stand ja immer, dass ich als grosse Überraschung diese Silbermedaille gewonnen habe und auch vor dem Wettkampf gab man mir höchstens Aussenseiterchancen. Ich fand das noch lustig und wusste auch genau, dass diese Ausgangslage eigentlich optimal ist. Obwohl ich in der aktuellen und letztjährigen Saison in der Weltrangliste auf Platz 5 stehe und der beste Schweizer bin, hatte ich weniger Druck als zum Beispiel die Schoch-Brüder. Nach dieser Saison, wo ich mit einer Ausnahme immer unter den Top 8 klassiert war (6./7./6./6./26./5.), wusste ich schon, dass es eigentlich ganz gut läuft. Ich hatte, ehrlich gesagt, die sechsten Plätze so richtig satt und war hungrig auf mehr.

Danke

So viele Menschen haben mich unterstützt und das ist überhaupt nicht selbstverständlich. Einen Athleten aus einer Randsportart zu unterstützen braucht auch eine gewisse Portion Idealismus. Als Athleticum vor vier Jahren nach meinem missglückten 17. Rang von Olympia-Vancouver eingestiegen ist, wussten sie genau, dass ich noch Zeit brauchte um mich zu entwickeln. Trotzdem war die Unterstützung bereits grossartig. Dass ich jetzt meinen Sponsoren etwas zurückgeben kann, macht mich stolz.

Vielen Dank an meine Sponsoren: Athleticum Sportmarkets, SG Snowboards, Holmenkol, Salomon, Level
Vielen Dank an mein Team: Christian Rufer, René Hürlimann, Daniel Stucki, Arno Galmarini, Tjesimir Peranic, Joe Zangerl
Vielen Dank an euch: Urban Neuhäusler, Christian und Irene Müller, Jachen und Mengia Giston,  Alex Cavelty, Pi, Marc Iselin, Sigi Grabner, Peter Kunz, Franz Eugster, Antonio Govetosa, Andri Marighetto, Carlo Bergamin, Kurt Gehrig, Gian-Andrea Mayer, allen früheren 100er Club Mitgliedern und vielen mehr!

Empfang

Morgen gibt es in Ardez einen Empfang für mich. Alle sind herzlich eingeladen! Start ist 19:00 Uhr vorne bei der BMW Garage.

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Parallel Slalom von morgen / Ankunft in Zürich

Wow, ich habe am Mittwoch in einem für mich unglaublichen Rennen die Silbermedaille geholt. Das war ein absolut fantastischer Moment und was danach alles noch passierte, kann ich gar nicht wirklich beschreiben. Ich werde mir dann noch Zeit nehmen und alle diese schönen Erinnerungen nochmals durchgehen. Im Moment zählt für mich aber nur eines: Der Parallel Slalom von morgen. Deshalb konnte ich auch die ca. 300 Nachrichten noch nicht alle lesen und beantworten. Auch dafür werde ich mir sehr sehr gerne noch die Zeit nehmen. Vielen Dank an euch für die fantastische Unterstützung! Es ist superschön für mich, wenn ich euch ein bisschen Freude bereiten konnte!

Okay, hier das Programm in Schweizer Zeit für den Parallel Slalom von morgen:

Start Qualifikation: 06:15 Uhr
Start Top-16 Finale: 10:00 Uhr

Ein Teil der Quali und der komplette Final wird von SRF2 Live übertragen.

Am Start sind wieder die gleichen Schweizer wie am Mittwoch.

Ankunft in Zürich
Nach der Abschlusszeremonie am Sonntag komme ich am Montag zusammen mit einem Grossteil der Schweizer Olympiadelegation wieder in die Schweiz zurück. Unser Flieger 4T1255 (Belair) landet am Montag um 19:00 Uhr am Flughafen Zürich. ACHTUNG: Der grosse Empfang von Swiss Olympic findet nicht in der normalen Ankunftshalle des Flughafens statt, sondern an einem anderen Ort. Ich werde euch nochmals informieren!

954980-15695656-640-360

Infos für morgen!

Hallihallo,

Also, morgen gehts endlich los! Der Parallel Riesenslalom steht auf dem Programm. Ich freue mich sehr, dass es endlich losgeht, let’s rock’n roll

Für euch habe ich hier nochmals die wichtigsten Infos zusammen gestellt:

Programm in Schweizer Zeit:

Start Qualifikation: 06:00 Uhr
Start Top-16 Finale: 10:00 Uhr

Ein Teil der Quali und der komplette Final wird von SRF2 Live übertragen.

Am Start sind folgende Schweizer:

  • Ich
  • Kaspar Flütsch
  • Simon Schoch
  • Phillip Schoch

und bei den Ladies:

  • Patrizia Kummer
  • Stefanie Müller
  • Julie Zogg
  • Ladina Jenny

Modus: Im Finale gibt es gegen den gleichen Gegner jeweils einen Hin- und einen Rücklauf auf dem anderen Kurs. Beim Rücklauf öffnen die jeweiligen Startklappen mit dem Vorsprung/Rückstand aus dem Hinlauf. Derjenige, der im Rücklauf zuerst im Ziel ist, kommt eine Runde weiter. Hört sich kompliziert an, aber es ist ganz einfach so wie immer.

Am Samstag folgt dann noch der Parallel Slalom.

So das wär’s. Dann hoffe ich auf viel Unterstützung von Zuhause, das wäre super!
Ich fühle mich gut, habe mich gut vorbereitet und freue mich sehr aufs Rennen.

An Olympischen Spielen kann man nicht verlieren, man kann nur gewinnen! – Let’s take it!

Snowboard FIS World Cup - Sudelfeld - PGS

Platz 5 in Sudelfeld

Am Samstag erreichte ich im bayrischen Sudelfeld mein bestes Saisonresultat – Platz 5!

Das war der beste Wettkampf der Saison für mich, die Piste war perfekt und eine zum voll angreifen. Es machte mir und vielen anderen Athleten extrem viel Spass, dass man vom ersten bis zum letzten Tor einfach Gas geben konnte. Solche Verhältnisse wünscht man sich immer.

Von Anfang an kam ich sehr gut mit der Piste zurecht und war mit Platz 3 nach der Quali bereits voll auf Kurs. Im Finale schaltete ich zuerst den Russen Andrey Sobolev aus bevor ich im 1/4-Finale auf meinen Teamkollegen Kaspar Flütsch traf. Das Duell gegen Kaspar endete mit einem Unentschieden, im Hinlauf war ich 0.03 Sek schneller als er und im Rücklauf war er ebenfalls exakt drei Hundertstelsekunden schneller als ich. Bei einem Unentschieden entscheidet das Reglement für den Athleten der im zweiten Lauf schneller war (UND NICHT, wie im TV fälschlicherweise erklärt, wer in der Quali der Schnellere war, denn ich war 3. und Kaspar 11.). Das ist halt so und ich muss das akzeptieren, aber es ist schon hart, wenn man ausscheidet, obwohl man nicht langsamer war. Ein Unentschieden gibt es ja äusserst selten, trotzdem ist es mir nun zum zweiten Mal passiert und zum zweiten Mal war das Reglement ‘gegen’ mich. Kaspar schaffte es danach noch auf Platz 4, während dem ich auf dem Platz 5 sitzen blieb. Es ist ein gutes Resultat, aber es wäre mehr drin gelegen, weil ich die Chance nicht gepackt habe, als sie sich bot.

Ausschnitt SRF Sportaktuell

Fünfter Rang im Gesamtweltcup

Die Weltcupsaison ist nun bereits vorbei – mit einem erfreulichen Ende: Ich erreichte zum zweiten Mal hintereinander den fünften Rang im Gesamtweltcup und bin auch in diesem Jahr der bestklassierte Schweizer. Hier geht’s zur Rangliste.Snowboard FIS World Cup - Sudelfeld - PGS